Der Weg zur neuen Herausforderung

Als ich in der Situation war, für mich eine neue Herausforderung zu finden, hatte ich mich damit befasst, was ich eigentlich zukünftig machen wollte. Als erstes hatte ich mir einen Plan zurecht gelegt, wo ich die zur Verfügung stehende Zeit eingeplant hatte. Ich hatte 3 Monate Zeit einen nahtlosen Übergang zu erlangen.

teideBild: Studienreise auf Teneriffa (Vulkan Teide)

Phase 1 – Abschalten, etwas anderes denken

Als eine der besten Massnahmen war das Abschalten. Ich hatte dazu den Umbau unseres Hauses gemacht und konnte mich in meiner Rolle als Projektleiter verwirklichen. Natürlich war es eine andere Branche, aber Projektleitung funktioniert überall genau gleich. Meine geplante Studienreise nach Teneriffa mit der Besichtigung des Vulkans Teide und dem Sonnenobservatorium gab dem ganzen die entsprechende Ablenkung.  So habe ich an alles andere als meinen Job gedacht und konnte so richtig abschalten und etwas Gutes tun.

Phase 2 – Definieren welche Herausforderung

Während der ersten Phase hatte ich immer wieder einmal daran gedacht, was ich denn gerne machen würde und vor allem, was ich denn gut kann. So haben sich meine Gedanken während des Hausumbaus immer wieder darin verfangen. Durch meine Aktivitäten im co-work Winterthur hatte ich dann schon länger aus dem Film „Augenhöhe“ den Satz von Uwe Lübbermann im Kopf der da lautet: „Ich finde es toll wenn man mehrere Beschäftigungen gleichzeitig hat, so kann man sich entfalten“. Diese Message hat mich nie losgelassen und jetzt war der Moment gekommen wo ich mir sagte, dass ich nicht nur einen Job mit 100% wollte, sondern verschiedene Jobs. Die Definition welche Herausforderungen das sein sollten, konnte ich auch sehr gut verarbeiten weil ich wusste, dass ich etwas mit Menschen, Verkaufen und Netzwerken zu tun haben wollte. So suchte ich mir dann also meine möglichen Jobs in den gängigsten Job-Portalen und informierte vor allem mein Netzwerk über mein Vorhaben.

Phase 3 – Konkretisieren welcher Job

In der letzten Phase ging es dann also um die Wurst. Ich hatte mit einen Plan A-C bereit gelegt, damit ich wohl die beste Chance auf die neue Herausforderung bekommen konnte.

Plan A

Hier stand der Wunsch, mich mit max 3 verschiedenen Jobs zu beschäftigen. Die möglichen Jobs standen auch zur Verfügung und die Herausforderung war, die richtigen zu finden. Vor allem der Verkauf eignet sich sehr gut dazu, da meistens auf Erfolgsbasis entlöhnt wird. Bei allen Angeboten konnte ich gut verhandeln und mich positionieren. Vor allem ein Angebot hat mich sehr gereizt. Ich hatte schnell gesehen, dass bei diesem Arbeitgeber das Thema Hierarchien, Augenhöhe und befreites Unternehmen gelebt wird und das sind genau meine Vorstellungen und Werte von der Arbeitswelt von morgen. So kam es auch, dass dieser Arbeitgeber mein Hauptanteil darstellt und ich mich bei zwei anderen Arbeitgeber nebenbei engagiere.

Plan B

Der Plan B war bei mir natürlich auch durchdacht. Hier hatte ich mich auf Herausforderungen beworben, die wieder zu 100% definiert waren. In diesen Herausforderungen waren meine Kernkompetenzen gefragt die natürlich für eine entsprechende Entlöhnung „verkaufen“ konnte. Ich war im Bewerbungsprozess sehr weit gekommen und stand eigentlich fast schon vor den Vertragsabschlüssen. Da ich aber in meinem Plan A schon die entsprechenden Angebote hatte, entschied ich mich dann, alle Bewerbungsprozesse zu beenden und meinen Plan A durch zu führen

Plan C

Wie immer auch auf ein wenig Sicherheit bedacht, hatte ich noch einen Plan C in der Hosentasche. Dieser hätte vorgesehen, dass meine Bewerbungsprozesse noch ein wenig weiter gegangen wären und ich diese Zeit hätte überbrücken müssen. So weit ist es aber nicht gekommen 😉

Fazit

Ich kann für mich sagen, dass meine Suche nach einer neuen Herausforderung positiv verlaufen ist. Durch eine strickte Monatsplanung konnte ich mich sehr gut auf die drei Phasen konzentrieren. Meine Kollegin Petra hat mich immer positiv in meinen Entscheidungen unterstützt und dafür möchte ihr herzlich danken.

Empfehlung

Ich empfehle wirklich jedem, der sich auf eine neue Herausforderung vorbereiten will, sich zuerst Gedanken darüber zu machen, was er gut kann und was er gerne machen möchte. Man ist gut beraten einen entsprechenden Zeitplan zu erstellen und sich wirklich Gedanken über mehrere Jobs, Hierarchien, Augenhöhe und dem befreiten Unternehmen zu machen.

So gut kann eine Ablenkung der Suche nach einer neuen Herausforderung sein.